HOCKXI ON THE ROAD

Ruhrpott State of Mind

Das Ruhrgebiet war nicht zwangsweise die Traum-Destination, dafür gibt es Postkarten-Städte, Honeymoon-Strände und Metropolen, die dem Kohlenpott den Rang ablaufen. Warum also Essen? Weil man hier die schnörkellose Ehrlichkeit, das unaufgeregte Leben und dennoch eine große Metropolregion mit Kultur, Sehenswürdigkeiten und Natur finden kann. Es ist eine Region mit Ecken und Kanten, die es einem vielleicht nicht so leicht macht, sie zu mögen, die man erst kennenlernen muss, die man aber dann umso mehr zu schätzen weiß. So zumindest meine Theorie, die ich die nächsten Wochen bestätigen oder widerlegen kann. Das Abenteuer ist somit umso spannender als wenn es an einem Ort stattfinden würde, über den die Meinungen klar sind und man schief angeschaut wird, wenn man etwas Negatives schreibt. Wer würde es wagen, die Malediven als unschön zu bezeichnen? (Das ist nur ein Beispiel, ich selbst war noch nie dort und es würde mir bestimmt gefallen).

Als Homebase haben wir Essen ausgewählt, werden aber versuchen so viele Städte und Gegenden wie möglich zu besuchen.

Obwohl es heute erst der zweite ganze Tag ist, haben wir gefühlt schon sehr viel gesehen. Am Freitag angekommen, ging es in die Rüttenscheider Straße, die die Einkaufsstraße im Süden Essens ist. Nach Mittagessen im Café zucca und Kaffee und Kuchen im Cookie Jar waren wir wieder voller Energie für einen weiteren Spaziergang Richtung Iserbergplatz. Diese Gegend überrascht mit einem Charme, den man irgendwie hier nicht erwartet hätte. Ältere Häuser, Bäume und viele Cafés und Bars mit freundlicher Außenbeleuchtung laden zum Verweilen ein. Und da ab morgen die Gastronomie wieder schließen muss, haben wir versucht so viel wie möglich an den Eindrücken mitzunehmen. Daher besuchten wir noch die niederländische Bar De Prins und genossen ein außergewöhnliches arabisches Abendessen im Arabesque. Es hört sich wirklich extremer an als es war.

Aber genug geredet: Hier erst einmal ein paar Eindrücke von Essen. Am Samstag führte uns unser Weg ins Essener Zentrum, in die Fußgängerzone.

Ich kann nicht sagen, woher ich den Eindruck hatte, dass es im Ruhrgebiet keine Berge gibt. Wir haben jedenfalls am Samstagnachmittag einen gefunden: die Halde Haniel bei Bottrop. Und ich muss sagen, sie ist höher als erwartet. Aber trotzdem war es die beste Entscheidung, da das Wetter außergewöhnlich schön war und man einen Rundumblick über die Ruhrregion präsentiert bekam.

Nach diesem tollen Tag muss man ehrlicherweise gestehen, dass es Bochum schwer hatte. Windig bei Nieselregen an einem Sonntag mit geschlossenen Geschäften und so gut wie keine Menschen auf der Straße konnte es nur verlieren, aber es bekommt definitiv eine zweite Chance. Aus diesem Grund ist heute die Bilderauswahl auch sehr gering ausgefallen.

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Thema von Anders Norén